Developed in conjunction with Ext-Joom.com

  • header/image001.jpg
  • header/image002.gif
   

Besucher  

Besucher
4
Beiträge
2831
Anzahl Beitragshäufigkeit
5299241
   

Der "ewige" Sechser sagt Goodbye

Details

Zwei Jahrzehnte (!) prägte Matthias Netling das Malchiner Mittelfeld. Nun sagt der „ewige Sechser“ Goodbye.

Wenn der FSV Malchin am Sonnabend gegen den VfL Bergen auf Punktejagd geht, wird er nicht im Aufgebot stehen. Lange Zeit war es undenkbar. Doch seit dieser Saison ist der FSV Malchin ein anderer. Einer ohne Matthias Netling.

Mit 38-Jahren und damit 20 Jahren im Trikot der Herrenmannschaft sagte der zweifache Vater adieu. Wenn er nach einem harten Treffer des Gegners mit schmerzverzerrtem Gesicht am Boden lag, zuckten die Zuschauer ein bisschen mehr zusammen. Oftmals wurde hinter vorgehaltener Hand mit bangen Blicken getuschelt a la „Das wars wohl. Das war das Ende“. Die Szenerie aber war immer gleich. Beeindruckend. Anführer Netling humpelte vom Feld und biss so gleich auf die Zähne. So schwer der Schlag auch war, so stark die Schmerzen durch den Körper zuckten – Netling ließ sich nicht unterkriegen. Er kam wieder. Von Krankenschwester und Frau Sandra gepflegt und „zusammengeflickt“, stand er schon ein paar Tage später auf dem Feld.

 

Als andere längst in Fußball-Rente gingen und auf der Couch lagen, überwand er seinen Körper und sich selbst. Beeindruckend. „Er war ein Vorbild. Ein super Fußballer“, sagt Marcus Budniak, der dem Weggefährten und Kumpel durchaus noch ein weiteres Jahr in der Landesliga-Elf zugetraut hätte. Netlig war lange Zeit der linke Fuß und die rechte Hand des Trainers. „Matze, ein großes Dankeschön für deinen unermüdlichen Einsatz und deine beispielhafte Kampfmoral. Ich verneige mich tief für diese Leistung. LEGENDE!“, kommentierte Gerold Lehmann auf Facebook. Einer von vielen Fans. Eine von vielen Anekdoten und tollen Erinnerungen, die der Malchiner Fußball mit Matthias Netling verbinden wird. Vor dem Heimspiel gegen den Penzliner SV wurde die „Maschine“ verabschiedet. Der „ewige“ Sechser gab in der Sommerpause sein Karriereende bekannt. Ganz dem Fußball fern bleiben wird der Sommersdorfer nicht. Er ist zu seinem Heimatverein zurückkehrt. Wenns passt will er bei Rot-Weiß Kummerow noch ein bissel kicken.