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2:1- FSV singt Greifswald nieder

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Der Malchiner Kunstrasen bebte! Es waren keine 100 Zuschauer, die Zeugen eines wahnsinnigen Endspurts wurden am 8. Spieltag der Landesliga. Der 2:1-Sieg des Malchiner FSV war zuerst top vorbereitet und hing nach einigen Mätzchen, Tricks und taktischen Manövern am seidenen Faden. Denkwürdig. Dezibelstark. Drei-Punkte.

Sie nuggelten am Gerstensaft und schmetterten Pop-Schnulzen durchs Vereinsheim. Lange war das Aufeinandertreffen mit dem Greifswalder FC schon abgepfiffen, da dauerte die Party noch an. Die 93 Spielminuten hatten ihre Spuren hinterlassen, nun musste die Anspannung raus. Das Happy End wurde verlängert. Die Schlussphase im Duell des Spitzenteams aus Greifswald mit dem abstiegsbedrohten Malchiner FSV sie hatte alleine in der Schlussviertelstunde mehr zu bieten als eine 90-minütige Bundesliga-Konferenz. Da legten sich die Akteure auf dem Rasen mächtig ins Zeug, das Publikum tobte und der Gast aus Greifswald war aufgewühlt. Wer nicht live dabei war verpasste in jedem Falle eine emotionsgeladene Phase, die den Kunstasen stimmungstechnisch in Wallung versetzte. Überraschend führte der Malchiner FSV.

Tore von Hannes Jähnke und Hannes Kulartz brachten den Platzherren in Führung. Keine Spur war zu sehen, wie die FSV-Elf sich den Titel „Liga-Schießbude“ erspielte. Die Abwehr, das Mittelfeld um den jungen David Schmidt, der Angriff: Da stimmte fast alles bei der Budniak-Elf, der seine 2021er-Kunstrasenpremire feierte. Im ersten Duell gegen Görmin fehlte der Coach krankheitsbedingt. Der Trainer konnte seiner Elf viel Gutes attestieren. Sogar das 3:0 war möglich. Am wichtigsten, die Führung ergaunerten sich die Rot-Weißen nicht. Sie war erspielt. Das Drama begann schon früh, als der lange Abwehrmann Nico Libnow in der Mitte der ersten Hälfte sich eine Verwarnung einfing. Clever war das nicht. Die Zuschauer ahnten was kommen würde. Der Gast musste im zweiten Part auf die Tube drücken, fand schnell in die Spur.

Doch ebene jener Libnow, mit Netling, Asmus, Köllmann und Co hielten den Sechzehner sauber. So cool die FSVer verteidigten, so heißspornig bleiben sie in der Kommunikation mit dem Schiedsrichter. Der reagierte allergisch auf die Gesprächsangebote. Als der Unparteiische den verwarnten und abermals angezählten Libnow konsequenterweise per Ampelkarte vom Feld schickte, nahm das Drama Anlauf. Der FSV verkraftete diese Unterzahl fast unbeschadet. Die Greifswalder glaubten nicht mehr so recht an das Aufholen eines Zwei-Tore-Rückstandes. Doch wenig später war alles anders. Der eingewechselte Müller brachte in der 89. Minute den Ball zum 2:1 ins Tor. Es kam dicker. Nun stand der Malchiner Sechzehner unter Permanentbelagerung. Der stillste Held des Spieltages trat dann in Aktion. Nach einem schwerwiegenden Stellungsfehler zog in der 91. Minute Greifswalds Torgarant Alexander Glandt von der Mittelinie in Richtung FSV-Kasten. Netling nahm die Verfolgung auf und entschied sich für ein taktisches Trikotzupfen. Den Platzerweis nahm er mit, um das 2:2 zu verhindern. Es war noch nicht Schluss. Mit 9 Mann stemmte sich der Platzherr gegen den Ausgleich. Irgendwann lag der Ball dann doch im Emberger-Tor. Das krumme Ding wurde zurückgepfiffen. Dann war Schluss, der Männer-Chanson mit den kräftigen Kehlen begann. Nicht perfekt, jedoch Gänsehaut-laut und siegestrunken.

 

FSV Malchin: Emberger, Libnow, Netling, Asmus, Hewelt, Rümker, Schmidt, Kulartz, Fischer, Köllmann, Jähnke

   

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